
Jede Epoche der Geschichte hinterlässt der Nachwelt eine Vielzahl an Gebäuden, die im Stil der jeweiligen Zeit errichtet wurden. Einige dieser Bauten werden nach wenigen Jahrzehnten schon wieder abgerissen, andere werden durch Brände, Naturkatastrophen und Kriegshandlungen zerstört. Diejenigen Gebäude, die unbeschadet die Jahrhunderte überstehen, sind für moderne Menschen wie ein Fenster in eine andere Zeit. Wenn Sie Kolumbien bereisen, werden Sie über das ganze Land verteilt in vielen Städten und Dörfern Wohnhäuser, Kirchen, Paläste und andere Gebäude aus der Kolonialzeit entdecken.
Die UNESCO versucht seit längerem, dieses kulturelle Erbe der Menschheit zu bewahren und die besonders herausragenden architektonischen Zeitzeugen auf der ganzen Welt unter Schutz zu stellen. Dabei ist die UNESCO auch in Kolumbien fündig geworden.
Der Hafen, die Forts und die Kirchen der alten Kolonialstadt Cartagena de Indias wurden zum Weltkulturerbe erklärt und bieten den Besuchern Einblick in die bewegte Geschichte der Stadt.
Cartagena war lange Zeit der wichtigste Hafen der spanischen Kolonien in Südamerika und wurde nach etlichen Plünderungen durch Piraten schließlich zur Festung ausgebaut. Inzwischen ist die Stadt natürlich über ihre einstigen Befestigungen hinaus gewachsen, aber das alte Stadtzentrum mit seinen Verteidigungsanlagen kann immer noch in seiner kolonialen Pracht bewundert werden. Nur Piraten gibt es hier keine mehr.
Das Stadtzentrum von Mompox wurde ebenfalls als kulturelles Erbe eingestuft, und wenn Sie es besuchen, werden Sie sich in der Zeit zurückversetzt fühlen. Mompox liegt leicht isoliert und konnte deshalb seinen kolonialen Charme bis in die moderne Zeit bewahren.
Das gleiche gilt für die koloniale Altstadt von Popayan. Auch hier werden Sie eine Vielzahl Gebäude entdecken, die im typischen Stil der Kolonialzeit erbaut wurden, und der Ort lädt zu einem ausgiebigen Spaziergang ein. Popayan ist außerdem der Geburtsort vieler Berühmtheiten, insbesondere Präsidenten, Dichter und Musiker.
In der Hauptstadt hat der Zahn der Zeit etwas starker am kolonialen Erbe genagt, und koloniale Gebäude gibt es nur noch sehr vereinzelt, aber dennoch können Sie auch dort historische Architektur entdecken. Am Plaza de Bolivar beispielsweise steht eine große Kirche, die im klassizistischen Stil erbaut wurde und 1823 fertig gestellt wurde – also kurz nach der Unabhängigkeit Kolumbiens. Falls Sie etwas mehr Zeit haben, sollten sie auf den Berg Monserrate fahren, dort steht eine alte Kirche, die über Bogotá zu thronen scheint. Sie als Besucher werden ebenfalls den schönen Ausblick über die ganze Stadt genießen können.
In Medellin sind ebenfalls einige klassische Bauwerke erhalten geblieben und beherbergen heute die Kunstsammlungen der Stadt und Museen, aber auch Einkaufszentren.
Falls Sie sich für historische Architektur interessieren, werden Sie in fast jeder Stadt und jedem Dorf entsprechende Gebäude besichtigen können. Fangen Sie am besten im Zentrum des Ortes mit der Suche an, dort steht meistens eine koloniale Kirche, unbeeindruckt vom Lauf der Jahrhunderte, wie ein Fels in der Brandung gegen die Bausünden der Moderne.
In ganz Kolumbien gibt es ungezählte Gebäude, die nur darauf warten, Ihnen kleine Geschichten aus längst vergangenen Epochen zu erzählen. Und sie eigenen sich hervorragend als Foto-Motive, denn sie posieren gerne und laufen nicht weg.
Für weitere Informationen über Reisen zu den architektonischen Meisterwerken Kolumbiens, oder zu einem der oben genannten Orte, fragen Sie einfach uns von Mantaraya!
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